Bauprojekte
Meine Anreise war diesmal weitestgehend Problemlos. Das Wetter war gut und es war warm, sehr warm. In Lübeck angekommen stand mir der Sinn aufgrund der Wärme nicht nach Sightseeing. So fuhr ich direkt zum Check-in und suchte den Schatten das Hafengebäudes.
Die Fährpassage war angenehm und ohne besondere Ereignisse. Bei der Ankunft in Finnland war das Wetter besser als erwartet und es war auch milder als ich es mir aufgrund der Vorhersagen vorgestellt hatte. Doch es wehte ein stürmischer Wind aus Norden, der den Verbrauch meines Autos merklich erhöhte. So ging die Fahrt mit einigen Ladestopps dahin. Nach Mikkeli nahm die Bewölkung deutlich zu und noch vor Juva begann es zu regnen. Nach Juva regnete es kräftig und es gab einen Temperatursturz. Mein Thermometer zeigte zeitweise nur noch 4° Celsius an!
Bei der Ankunft in Leppävirta war es dann mit 6° wieder etwas milder und es hörte auf zu regnen. Nach einem kurzen Einkauf bei Lidl kam ich endlich auf meiner Insel an. Ich brachte das Hauswasserwerk zum laufen, das Angelboot ins Wasser und nach einigen Schwierigkeiten lief auch der Außenborder. Derweil hatte die Heizung im Haus für angenehme Verhältnisse gesorgt und ich konnte mit Zufriedener Gewissheit, dass alles geht was gehen soll, ins Bett gehen.

Das Wetter war mal Sommerlich, mal ehr kühl, aber meist sehr gut auszuhalten. Mein diesjähriger Aufenthalt war von meiner Arbeit an den Fenstern geprägt. Ich tat dies schon die vergangenen Jahre. Doch diesmal sollten es schmale Fenster zum lüften werden. Und damit war bei dieser Arbeit nun einiges anders als bisher.



Die Arbeit an meinem Fenster geht frustrierend langsam voran und ich habe viel zu lernen. Ich ärgere mich über meinen Anspruch etwas Besonderes zu machen und habe zeitweise Zweifel ob ich es hin bekomme. Doch nachdem das Innenfenster fertig ist sind die Arbeiten am Außenfenster in wenigen Tagen erledigt. Und so bin ich am Ende mit dem erreichten sehr zufrieden.

Das Fenster war nicht das einzige Projekt. Zuerst war mir ein Schaden an Tragbalken der Terrasse aufgefallen. Der Schaden musste behoben und die Ursache für den Schaden nachhaltig beseitigt werden. Ursache war ein Konstruktionsfehler, durch den das Holz nass wurde und nicht mehr trocknen konnte.


Und weil das alles noch nicht genug war, verkauften wir unser Kajütboot. Weil seit Jahren nicht im Wasser, musste hier Zeit investiert werden um es zum laufen zu bekommen.
Doch am Ende ist alles geschafft und mit ordentlich warmen Tagen meldet sich nun der Sommer mit beständig warmen Wetter.






Da ich erreicht hatte was ich in diesem Jahr erreichen wollte, entspanne ich mich und habe auch wieder einen Sinn für die kleinen Dinge um mich herum. Ich räume das Haus auf und die Arbeitskleidung wird gewaschen und kommt in das Regal zurück. Ich lese, sitze am Ufer und genieße die Aussicht, saune und freue mich schließlich auch auf meine baldige Heimreise.
So vergehen die letzten Tage in großer Ruhe. Ich gehe immer wieder um die Insel herum und genieße die Aussicht. Ich nehme erfrischende Bäder und weiß, dass ich dies bald sehr vermissen werde. Und schließlich kommt der Tag der Abreise. Früh am Morgen fahre ich los und komme gegen elf am Hafen an. Das Wetter war bisher sehr sonnig und beständig wurde es wärmer.


Die Überfahrt verlief unspektakulär. Komme am nächsten Abend in Travemünde an, fahre ins Hotel und übernachte dort. Am folgenden Morgen mache ich mich auf den langen Weg Nachhause. Auch bei dieser Fahrt wurde es wieder sehr warm. Glücklich und erschöpft komme ich am Abend Zuhause an.
Und wieder heißt es, nach Finnland ist vor Finnland!
